Granada 72


Granada 72Nomen est omen - was lag näher, als den neuen Granada aus Deutschland im altehrwürdigen spanischen Granada vorzustellen? 500 Millionen DMark - eine bis dahin niemals zuvor ausgegebene Summe - hatten die Kölner in die Entwicklung des neuen Fahrzeugs investiert. Und was hatte der Kunde davon ? Zum Beispiel eine Doppelgelenk-Schräglenker-Hinterachse, also einzeln aufgehängte Räder und damit einen Federungskomfort wie bei den deutschen Fahrzeugen der Oberklasse. Und genau bei diesen Fabrikaten sah Ford die Hauptwettbewerher für sein neues Produkt. Die Kölner reihten den Nachfolger der 17M/20M- und 26M-Baureihe in die "kleine Spitzengruppe der großen, renommierten Marken" ein. "Wer einen Granada besitzt, der zeigt, dass er es im Leben zu etwas gebracht hat", schrieb Ford selbstbewusstt in einer Marketing-Infomation an seine Händler. Der grandiose Granada hatte eine wuchtig amerikanisch anmutende Karosserie und ein gigantisches Kofferraumvolumen von 690 Litern- Wie kein anderes Modell festigte Ford mit dem Namen Granada seinen Ruf als Anbieter preiswerter Sechszylinder-Motoren. Einer besonders großen Beliebtheit erfreute sich die Kombiversion Turnier, deren Platzangebot Massstäbe setzte. "Das schluckfreudigste Ford Fahrwerk, das ich je unter dem Sitzfleisch hatte" urteilte der prominenteste deutsche Autotester, Fritz B.Busch, im "Stern" über den neuen Granada, der je nach Ausstattung ein Leergewicht von mindestens 1,3 Tonnen auf die Waage brachte. Karosserie-Varianten: Limousine 2 Türen, 5 Sitze. Limousine 4 Türen, 5 Sitze. Kombi Turnier 5 Türen, 5 Sitze. Ausstattungsvarianten Granada und Granada GXL © Bernd Tuchen, Klassische Ford-Automobile, Heel-Verlag


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