15M G4BAL – “Weltkugeltaunus”

Zunächst brachte Ford-Köln 1952 den neuen Taunus 12M auf den Markt. Mit 1,2 Liter und 38PS war der Wagen für die Zeit und die Zielkunden gut motorisiert. Opel brachte 1953 zur IAA einen 1,5 Liter Wagen mit 45PS und legte damit vor. Ford Köln zog nach und brachte bereits im Januar 1955 – also nicht erst zur IAA im Herbst – den neuen 15M. Der war eigentlich “nur” ein schneller 12M – man könnte auch sagen es war der große Bruder, wenn man bei Automobilen von so einer Verwandschaft reden kann.

Die  Beschleunigung des 15M  von 24 Sekunden von 0 auf 100 km/h wurde damals in der Presse als “märchenhaft” beschrieben.  Tatsächlich war der 15M bis 1956 der stärkste Wagen seiner Klasse, bis Porsche mit dem Typ 356 und Borgward mit der Isabelle TS diese Situation änderten.

Zur IAA 1955 kommt der 15M de Luxe. Mehr Chrom passt kaum noch an den Wagen. Zusätzliche Zierleisten verlaufen oben auf dem Kotflügel zur A-Säule und weiter unterhalb der Seitenfenster zur C-Säule und weiter bis nach hinten zur Rückleuchte, die auf der linken Seite einen integrierten Rückfahrscheinwerfer erhält. Die C-Säule erhält eine breite Chromblende und darauf ein goldenes “F” auf rotem Grund. Die breite Kühleröffnung erhält ein “Haifischgebiss” und die Stoßstangen erhalten breite “Hörner”. Aber auch hier war ein Radio, ein großes Faltdach und eine Heizung (Im Prospekt “Klimaanlage” genannt) nur gegen Aufpreis erhältlich.

[FScherrer / 30.12.16]

 

 

15M de Luxe in Zweifarbenlackierung

Donaublau / Silbergrau