15M – Motorenteile


Der Motor des 15M war die Ausgangsbasis für den 1,7ltr des P2 und wurde später auch noch im G13ALS und P3 verbaut.
Technisch passt hier Vieles untereinander und man hat erfreulicherweise eine bessere Teileversorgung als sonst.
Optisch fällt es auf wenn ein Zylinderkopf eines späteren Modells (Ab Juli 1957) verbaut wird. Ab dem G13ALS (P3-Motor) und 17M P2 wurden 4 Schrauben am Rand des Zylinderkopfdeckels verbaut. Beim ersten Zylinderkopf des 15M (1955 – Juni 1957) nur zwei Flügel- bzw. Hutmuttern in der Mitte des Deckels an der höchsten Stelle. Die Lösung mit den 4 Schrauben bietet eine bessere Dichtheit als die erste Lösung.
Die Motorlager sind nicht überall identisch. 15M und G13ALS sind aber untereinander austauschbar.

Zum Motorenöl kann ich mich dem Tip beim 12M nur anschließen. Ein heutiges Einbereichsöl ist mit dem damaligen nicht mehr vergleichbar.
Nach Aussage eines Mitarbeiters von Fuchs Lubritech entspricht die Viskosität eines heutigen SAE40 dem damaligen SAE20.
Nach eigener Erfahrung ist das Fahren eines Einbereichsöls 20W 20 kein Problem.
Hochwertige Synthetiköle sind für Motoren unserer Oldies nicht zu empfehlen, da unter anderem die Dichtungen (Kork und Papier) angegriffen bzw. ausgetrocknet werden. Dies führt nach einiger Zeit zu Leckagen.
Ist ein Motor bei der Restaurierung nicht komplett von innen gereinigt worden, reinigt ein Synthetiköl den Motor (Detergenzien im Öl lösen Fremdpartikel und halten sie in der Schwebe). Die Folge ist erhöhter Verschleiß, da Schmutzpartikel durch die Lagerungen geschickt werden.
Hier empfiehlt sich der Anbau eine Ölfilters. Dies ist speziell beim 15M nicht einfach, da der Einbauraum sehr eng ist. Ab und zu tauchen Nachfertigungen des Anschlussflansches bei ebay auf. Der Ölfilter war beim Kauf der Fahrzeuge in den fünfziger Jahren nur gegen Aufpreis erhältlich.

Mitglieds : Frank